Englische Bewerbung - CV vs. Résumé

Bewerbungen schreiben ist nie einfach. Ständig änders sich die Dos and Don`ts. Nun willst du im englischsprachrigen Raum einen Job oder ihr müsst gerade im Englischunterricht Bewerbungen schreiben. Wir geben dir sinnvolle Tipps!

Zuerst klären wir die Begrifflichkeiten, damit du weißt, wovon wir überhaupt reden. Wenn du dir bei deutschen Bewerbungen ebenfalls unsicher bist, so versuche dich erst einmal mit diesen vertraut zu machen.

  • Cover Letter = Anschreiben
  • CV (Curriculum Vitae) = britischer Lebenslauf
  • (Personal) Résumé = amerikanischer Lebenslauf


Das Cover Letter

Das Cover Letter ist dem deutschen Anschreiben sehr ähnlich. Du beginnst mit deinem Namen und Kontaktdaten oben. Linksbündig darunter kommen die Adressinfos des Unternehmen. Nun folgt der Text. Versuche die Person ausfindig zu machen, an welche du dich richtest. Eine direkte Anrede mit Namen der Person ist gleich der erste Pluspunkt. Allgemeine Anreden können „Dear hiring Manager“ oder „Dear Recruiter“ sein.  Nun ist Vorsicht geboten! Der Betreff wird nur bei britischen und nicht bei amerikanischen Bewerbungen verwendet. In der britischen Bewerbung kommt dieser nach der Anrede. Endlich! Du hast den Hauptteil erreicht. Dieser besteht aus der Einleitung mit einer kurzen Info, warum du das Unternehmen kontaktierst und wie du es gefunden hast. Anschließend folgen Infos über deine Person und Motivation, sowie Erfahrungen, welche darlegen sollen, dass du perfekt für den Job geeignet bist. Im Schluss verwendest du eine Floskel, wie: „I look forward to hearing from you“ und deine Unterschrift unter einer Abschiedsfloskel.
 

CV und Resume

Das CV (Curriculum Vitae) und das Resume sind beides Bezeichnungen für Lebensläufe. Sie sind dennoch keine Synonyme. Beide sind grundsätzlich ähnlich aufgebaut.
Der erste Abschnitt umfasst die „Personal Details“ und beinhaltet deine wichtigsten persönlichen Daten. Diese sind dein Name, deine Anschrift, deine Telefonnummer und E-Mail Adresee.

Es folgt dein Ziel. Dieser Abschnitt nennt sich „Objective“ oder „Career Objective“.Du formulierst dort, welchen Job du im entsprechenden Unternehmen anstrebst.

Anschließend widmest du dich deiner „Work Experience“/ „Professional“. Genau wie im deutschen Lebenslauf gibst du deine Arbeitserfahrung an. Inhalt dieser ist der Zeitraum deiner Anstellung, die Firma mit Standort und deine Position, sowie deine dortigen Aufgaben und Erfolge in Stichpunkten. Es ist wichtig, dass die Stichpunkte kurz, relevant und aussagekräftig sind. Du musst nicht ins Detail gehen und nicht jede kleine Aufgabe erwähnen. Über einzelne Aufgaben kann man sich im Detail bei einem Bewerbungsgespräch unterhalten. Achtung! Egal ob CV oder Resume, deine Arbeitserfahrung wird in umgekehrter chronologischer Reihenfolge angegeben. Du beginnst also nicht mit dem ersten relevanten Job, sondern mit deinem Letzten.

Nach der Arbeitserfahrung kommt der Part Bildung. Deine schulische Laufbahn ist gefragt. Auch hier gilt: umgekehrt chronologisch und relevant. Deine Grundschule interessiert meist niemanden mehr. Wenn du Workshops oder andere Lehrgänge besucht hast, so nenne dese in einem anderen Abschnitt mit dem Titel „Advanced Training“ / „Professional Training“.

„Skills“ ist ein Abschnitt mit deinen sprachlichen Fähigkeiten und deinen EDV- Kenntnissen. Weitere Skills können der Führerschein oder eine Qualifikation als  Rettungshelfer oder Sanitäter.

Deine Hobbys kannst du ebenfalls angeben. Du solltest dieses Hobby aber tatsächlich regelmäßig ausüben und überlegen, was es über dich aussagt und ob das zum Unternehmen passt. Extremsportarten können durch ihr hohes Verletztungsrisiko auch zum Nachteil sein. Auch Sportschießen ist oftmals kein Sympathieträger. Gaming oder Cosplay werden meist nicht als Hobby verstanden. Ehrenämter sind immer gern gesehen.

Last but not least folgen die Referenzen. Es wird sich nicht auf Arbeitszeugnisse verlassen. Mitarbeiter deines ehemaligen Unternehmen sollen über dich als Arbeitnehmer telefonisch berichten. Deshalb ist die Angabe ihrer Kontaktdaten meist notwendig. Bitte die zwei Personen bitte um ihre Zustimmung.
 

CV vs. Resume

Wie bereits oben erwähnt, sind CV und Resume nicht als Synonyme zu verwenden. Zwischen diesen beiden Lebensläufen gibt es wichtige Unterschiede.
Generell haben beide Länder große Angst vor Diskrimminierungsvorwürfen. Geburtsort, Alter, Geschlecht, Familienstand, Religion und ein Bewerbungsfoto gehören deshalb nicht in eine englische Bewerbung. In den USA ist ein Bewerbungsfoto sogar ein Ausschlusskriterium. Aber auch Staatsangehörigkeit und Geburtsdatum sind den Amerikanern zu persönlich. In einem Resume sollten sie deshalb nicht auftauchen.

Angaben wie das Geburtsdatum oder Arbeitszeiträume im CV werden im britischen mit Tag/Monat/Jahr (10 May 1980) angegeben. Im amerikanischen werden beispielsweise Arbeitszeiträume mit Monat/ Tag/ Jahr (May 10, 1980) angegeben.

Vetrauen ist gut, Kontrolle ist besser? Die Amerikaner messen beim Resume den Refenrenzen einen sehr hohen Wert bei. Du solltest die Kontaktpersonen deshalb unbdeingt explizit nennen. Im britischen Lebenslauf reicht, wenn nicht in der Stellenbeschreibung gefordert, meist auch der Verweis, dass sie auf Nachfrage eine Person genannt bekommen können. Auch das Berufsziel („Carrer Objective“) ist ein fester Bestandteil des Resume. In einem CV kann dieses auch weggelassen werden.

Neben dem inhaltlichen gibt es natürlich auch formale Unterschiede. Ein CV ist wie gewohnt im A4 Format. Das Resume ist im US Letter Format. (215,9 mm × 279,4 mm). Dies sollte auch bei Mails beachtet werden. Für Word stellst du das Format von A4 auf „Letter“. Das Resume umfasst eine Seite und das Cv maximal zwei bis drei. Jeder weiß, dass man sich in seiner Bewerbung sehr gewählt ausdrücken soll. Meist lernen wir in der Schule das britische Englisch. Viel haben aber auch die ein oder andere amerikanische Vokabel bereits aufgegriffen. Beispielsweise bezeichnet „driving licence“ den Führerschein im britischen und „driver's license„ den Führerschein im amerikanischen Englisch. Auch können Schreibweisen des selben Wortes variieren. Organisieren wird beispielsweise organize oder organise geschrieben.

Sehr häufige Fehler sind im übrigen auch die Verwendung von zu vielen Kommas, das Verwechseln von „since“ und „for“, die falsche Übersetzung von „Studium“ (Studies) und die Verwendung von „regard“. „In/with regards to“ ist eine Grußformel, während „in/with regard to“ Bezug auf etwas nimmt.


Welcher Lebenslauf ist wo gewünscht?

CVResume

beides möglich
(CV und Resume sind Synonyme)

GroßbritannienUSAAustralien
IrlandKanadaSüdafrika
Neuseeland Indien

 

Mach es dir leicht!

Du weißt nun, dass es zwischen britischen und amerikanischen Bewerbungen Unterschiede gibt und worauf du achten solltest. Eines gilt jedoch für jede Bewerbung, egal wo. Achte auf die Stellenausschreibung und deine Persönlichkeit. Das Layout deiner Bewerbung kann kreativ oder sehr strukturiert sein. Schau dir verschiedene aktuelle Muster an und entscheide, welches Design zu dir und deinem Job passt. Es ist nicht verwerflich ein Muster als Vorlage zu nehmen. Die Nutzung von Vorlagen ermöglicht eine gut designte Bewerbung ohne spezielle Software oder Kentnisse. Eine individuelle Anpassung der Farbe oder des Bildes sind Kleinigkeiten, die es zu deiner individuellen Bewerbung machen. Anforderungen in der Stellenbeschreibung solltest du in deiner Bewerbung aufgreifen.

Wo du Jobangebote mit ihren Stellenbeschreibungen findest, ist sehr regional bedingt. Unterschiedliche Länder nutzen unterschiedliche Webseiten. In Deutscland sind indeed, XING und LinkedIn, In Großbritannien sind es beispielsweise Jobsite, Guardian Jobs, Totaljobs und noch einige andere. Amerikanische Jobbörsen sind beispielsweise Monster, Carrerpath und BestJobsUSA. Oftmals gibt es sogar für einzelne Regionen spezifische Jobbörsen. Manche der Jobbörsen bieten im übrigen ebenfalls Vorlagen an.
 

Wenn du auf diese kleinen Unterschiede achtest, erhöhst du deine Chance zum Bewerbungsgespräch eingeladen zu werden.
Dein iSt Team wünscht dir viel Erfolg!

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