Was es mit Ostern auf sich hat & wie es gefeiert wird.

Ostereier färben, Schokohasen essen und Ostereier suchen: Ostern steht vor der Tür und mit ihr eine festliche Zeit, die mit Familie und Freunden verbracht werden kann.

Aber was hat es mit Ostern überhaupt auf sich? Warum Ostereier? Und wird der Feiertag überall gleich gefeiert? Wir gehen der Sache auf den Grund und schauen, was es mit diesem Feiertag auf sich hat.

 

In den meisten Religionen ist Ostern der höchste kirchliche Feiertag. Im Christentum wird an Ostern die „Auferstehung Jesu Christi“ gefeiert. Dabei symbolisiert Karfreitag den Todestag Jesu und laut dem neuen Testament Ostersonntag die Auferstehung. Aber wieso sind Ostereier in diesen Tagen an jeder Ecke zu finden? Das Ei symbolisiert in vielen Kulturen Fruchtbarkeit und neues Leben. Im Christentum ist es ein Symbol für die Auferstehung Jesu Christi. Nach außen wirkt das Ei kalt, innen jedoch entsteht neues Leben.

Während in Deutschland an den Ostertagen traditionell Schoko-Osterhasen im Überfluss gegessen, Ostereier gefärbt, versteckt und gesucht werden, verhält es sich in anderen Ländern nicht so.

So wird etwa in den USA Ostern gefeiert, jedoch sind es dort keine gesetzlichen Feiertage. In New York beispielsweise haben die allermeisten Geschäfte am Ostermontag offen, während an Ostersonntag die gesetzlichen Ladenöffnungszeiten des Sonntags gelten und Karfreitag nur in manchen Staaten (11 Staaten) ein Feiertag ist.

Dennoch gibt es genug Möglichkeiten, auch in den Vereinigten Staaten Ostern zu feiern. Genau wie in Deutschland ist die klassische Ostereisuche ebenso beliebt wie der Gottesdienst für Christen. Wenn alle Ostereier gefunden sind, beginnt das weit verbreitete „Easter Egg Roll“. Dabei lassen alle Teilnehmer jeweils ein Osterei einen Hügel herunterrollen in der Hoffnung, das eigene kommt zuerst an und gewinnt. Die Tradition des Easter-Egg-Rolls macht auch vor dem Weißen Haus in Washington nicht halt. Auch hier setzt der Präsident zum Eierwurf an, begleitet mit einem großen Kulturprogramm. In New York kann man außerdem eine große Parade auf der Fifth Avenue besuchen und die farbenfrohen Kostüme der vielen Teilnehmer bestaunen. Dabei werden nicht nur Schoko-Osterhasen gegessen, sondern insbesondere Jelly beans.

In der asiatischen Kultur wie etwa China mit seinen 1,3 Milliarden Einwohnern rangiert Ostern auf den hinteren Plätzen. So wurde sich mit Weihnachten angefreundet, auch der Muttertag wird zunehmend gefeiert. Mit dem hoppelnden Hasen aus Schoko, – sofern man sich nicht im Jahr des Hasen befindet (was erst im Jahr 2023 wieder der Fall ist) - geschweige denn der Zusammenhang mit dem wichtigsten christlichen Feiertag, kann man in China kaum etwas anfangen. Dies hängt vor allem damit zusammen, dass in China Christentum eine kleine Rolle spielt. Daher sind die Ostertage beginnend mit Karfreitag bis hin zum Ostermontag ganz normale Arbeitstage.

In Lateinamerika ist die „Semanta Santa“ – die heilige Woche - neben Weihnachten das wichtigste Fest. Die spanischen Kolonialherren haben mit dem Katholizismus auch ihre Bräuche in die lateinamerikanischen Länder mitgebracht. Deshalb gehören zum Beispiel in Brasilien traditionell Osterhasen und Schokoladenostereier dazu. In vielen Ländern werden Familienfeste gefeiert. Auch der Besuch von Gottesdiensten und Passionsspiele gehören dazu.

In Australien findet Ostern ähnlich wie in Deutschland statt, wobei der Osterhase nicht sehr beliebt ist. Vielmehr bringt der Osterbilbly, ein Beuteltier mit großen Ohren, die Ostereier.

Übrigens haben die berühmten Osterinseln in Polynesien, die politisch zu Chile gehören, mit den berühmten Statuen ihren Namen Ostern zu verdanken. So haben holländische Seefahrer die kleine Insel zwischen Australien und Südamerika 1722 an Ostern entdeckt und ihr den Namen „Paasch-Eyland“ gegeben – den holländischen Namen für Osterinsel.

 

 

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