Weihnachtsgerichte auf der ganzen Welt

In Deutschland essen viele Menschen an Heiligabend Würstchen mit Kartoffelsalat oder Gans oder Truthahn mit Beilagen. Zum Essen ist es Tradition sich mit der Familie zu treffen und gemeinsam die Speisen zu genießen. Doch was kommt in anderen Ländern auf den Tisch? Wir zeigen traditionelle Speisen aus der ganzen Welt.

Spanien

In Spanien beginnt das Weihnachtsessen mit traditionellen Vorspeisen, sogenannte Tapas. Diese werden kalt oder warm serviert. Typische Tapas sind beispielsweise Oliven, Brot, Schinken, Salate oder kleine Hackbällchen, je nach Region unterscheiden sie sich. Der Hauptgang ist häufig ein Truthahn oder Ente, aber auch Lammbraten und Spanferkel sind äußerst beliebt. Dazu wird Rotkraut und Kartoffeln serviert. Zum Dessert wird Turrón gereicht, ein Gebäck aus Alicante und das aus Mandeln, Honig und Eiweiß besteht. Die Bescherung findet in Spanien erst am 06. Januar statt. An dem Dreikönigstag wird in Spanien ein Königskuchen serviert. Es handelt sich um einen Hefekranz mit kandierten Früchten, der mit Sahne und Puddings Creme gefüllt ist. Zu dem Kuchen trinkt man traditionell eine heiße Schokolade.

Kanada

In Kanada wird traditionell ein Truthahn serviert, der mit Brot und Gemüse befüllt wird. Dazu reichen die Kanadier Bratensauce und sie servieren Kartoffelpüree, Cranberry Mus und Gemüse wie Karotte, Rosenkohl, Kürbis oder Brokkoli. Zum Nachtisch sind Kuchen sehr beliebt, beispielsweise ein Cherry Pie, der mit Kirschen gefüllt ist. Kuchen wird nicht nur als Nachtisch serviert, sondern auch als Hauptgang. Der französisch kanadische Tourtière ist ein klassischer Pie, der mit Fleisch und Kartoffeln gefüllt ist. Besonders in der französischsprachigen Gegend Kanadas essen Familien diesen Kuchen. Zu trinken wird häufig Eierpunsch gereicht, ein blassgelbes Getränk, das Alkohol enthalten kann.

Südafrika

In Südafrika erwarten dich zur Weihnachtszeit Sonne und Hitze, da auf der Südhalbkugel Sommer ist. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die Menschen in Südafrika am Heiligabend am liebsten grillen. Dieses traditionelle Grillen wird „Braai“ genannt, das Grillgut wird über offener Flamme gegrillt.

Eine besonders beliebte Wurst ist die sogenannte „Boerewors“ oder zu Deutsch „Bauernwurst“. Abgesehen von der Wurst, grillen Südafrikaner Steaks aus Strauß oder Rind oder Lammkoteletts. Aber nicht nur Fleisch landet auf dem Grill, auch Fisch und Meeresfrüchte kommen auf den Tisch. Thunfisch Steaks werden beispielsweise häufig gegrillt. Ein besonders ausgefallenes Rezept beinhaltet ein ganzes Hühnchen das mit einer geöffneten Bierdose im Inneren gegrillt wird. Durch das Bier wird das Hühnchen nicht trocken, sondern bleibt saftig.

Als Beilage werden unter anderem Salate serviert, die häufig saisonales Obst enthalten. Beliebt ist beispielsweise ein herzhaftes Aprikosen Chutney als Grillsauce. Zudem bereiten Südafrikaner Sandwichs mit Gemüse und Cheddarkäse zu, sogenannte „Braiibroodjile“, die ebenfalls gegrillt werden. Eine weitere Beilage ist ein Maisbrei namens „Pap“, der aus Kartoffeln besteht und mit Zwiebeln, Pilzen und Käse serviert wird.

Mexiko

In Mexiko wird das Weihnachtsfest groß gefeiert, auf dem Land ist es manchmal sogar üblich, dass das ganze Dorf zusammen feiert. Es werden viele verschiedene Speisen aufgetischt, von denen sich jeder etwas nehmen kann. Ein beliebter Salat ist der „Ensalada de Nochebuena“, zu Deutsch Salat des Heiligabends, der aus roter Bete, Äpfeln, Orangen, Mandarinen, Pistazien und regionalem Obst und Gemüse wie Limas, Guavas, Hibiskus, mexikanischer Weißdorn und Yambohnen. Eine besondere Spezialität, die bereits die Mayas und Azteken zubereiteten, besteht aus einem gefüllten Teig, der von Maisblättern umgeben ist. Der Teig wird mit Schweineschmalz, Mehl, Hühnerbrühe und Backpulver zubereitet. Gefüllt wird er mit Hähnchenbrust und einer frischen Tomatensalsa. Als Hauptgericht wird ein Eintopf namens „Pozole“ serviert, der aus Hähnchen, Mais, Radieschen und Kohl besteht.

England

In England wird Weihnachten, zwar ähnlich wie bei uns gefeiert, aber das traditionelle Familienessen findet erst am 25. Dezember statt – und nicht am 24. Dezember wie bei uns. Weihnachtliche Vorspeisen sind beispielsweise Würstchen im Schlafmantel, die mit Frühstücksspeck umwickelt sind. Sausage Rolls ähneln den Würstchen, sind aber Teigrollen, die mit Wurstbrät befüllt sind. Devils on Horseback sind Pflaumen, die mit Birnen gefüllt und von Speck ummantelt sind.

Als Hauptspeise wird ein Weihnachtsbraten serviert, häufig handelt es sich dabei um einen gefüllten Truthahn, aber auch Gänsebraten, Rehbraten, Hirschbraten, Weihnachtsente oder Weihnachtsschinken kommen bei den Engländern am Christmas Day auf den Tisch. Zum Braten werden verschiedene Beilagen und Bratensauce serviert. Die Beilagen bestehen meist aus glasiertem Gemüse, hauptsächlich Saisonales wie Karotten, Pastinaken, Rosenkohl, rote Beete, Rotkohl und Kartoffeln.

Als Dessert mögen es die Engländer süß und herzhaft. Beliebt sind Käseplatten sowie Weihnachtskuchen. Eine besondere Spezialität ist der Weihnachtspudding, der aus Rosinen, Nüssen, Mehl, Zucker, Eier, Gewürzen und Brandy besteht. Der Weihnachtskuchen besteht aus Trockenobst, Mandeln, Mehl, Eiern und Brandy und wird nach dem Backen mit einem Gus überzogen und mit weihnachtlichen Motiven verziert.

Malta

Auf der kleinen Insel im Mittelmeer wird das Weihnachtsfest bei angenehm kühlen 15 Grad Durchschnittstemperatur gefeiert. Weiße Weihnachten sind deswegen so gut wie ausgeschlossen. Weihnachten wird auf Malta sehr ernst genommen, da fast 98% der Bewohner der Insel katholisch sind. Ein beliebtes Gebäck ist Qagħaq tal-Għasel oder Honey Rings. Dabei handelt es sich um süße gefüllte Honigkringel, der unter anderem aus Grieß besteht. Nach der Weihnachtsmesse wird häufig „Imbuljuta“ serviert, eine Kastanien-Kakaosuppe, die auch zu Neujahr gegessen wird. Beliebte Hauptspeisen sind gebackenes Hühnchen mit Kartoffeln oder Schweinebraten. Als Beilage wird dazu überbackene Makkaroni und saisonales Gemüse gereicht.

Italien

In Italien wird am Heiligabend meistens auf Fleisch verzichtet und es kommen primär vegetarische Speisen auf den Tisch. Der Grund dafür ist die katholische Kirche, die nach wie vor einen großen Einfluss in Italien genießt. Beliebte Vorspeisen bestehen daher meist aus Fisch und Meeresfrüchte, zum Beispiel marinierte Sardellen, gratinierte Austern, Krake und weitere Meeresfrüchte. Das Festessen besteht meist aus mehreren Gängen. Nach der Vorspeise folgt ein Nudelgericht, häufig ebenfalls mit Fisch. Darauf folgt das Hauptgericht, bzw. der zweite Gang, in Form eines Bratens. Häufig besteht dieser aus Pute oder Kalb. Als Dessert gibt es regional große Unterschiede. In Siziellen essen die Menschen gerne „Buccellato“, ein gugelhupfförmiger Kuchen, der aus einem Mürbeteig mit Feigen, Pistazien, Orangenschalen, Marsalalwein, Haselnüssen, Mandeln und Schokolade. In der Region um Rom wird hingegen „Pangiallo“ gegessen. Das gelbe Brot stammt aus der Römerzeit und wir mit Haselnüssen, Rosinen, Schokolade und Feigen zubereitet. Im Norden Italiens ist „Panettone“ sehr beliebt. Dabei handelt es sich um einen Hefekuchen mit Rosinen.

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