China feiert diesen Dienstag das neue Jahr. Erfahre hier mehr, was es mit den Festlichkeiten und Traditionen auf sich hat.

In China wird diese Woche das Neujahrsfest gefeiert. Warum, wieso und weshalb das neue Jahr in China jetzt erst gefeiert wird, erfahrt Ihr in diesem Artikel.

Feiertage und traditionelle Feste richten sich im Land der Mitte nach dem Mondkalender. Obwohl der gregorianische Kalender bereits vor 100 Jahren in China übernommen wurde, hält die chinesische Kultur am Mondkalender fest. Das bedeutet, dass es keinen festen Termin für das Neujahrsfest gibt und es jedes Jahr zwischen dem 21.1. und 20.2. je nach dem ersten Neumond des Jahres variiert. Dieses Jahr fällt es auf den 5.2. und steht im Zeichen des Schweines. Mit jedem neuen Jahr wechselt das Tierkreiszeichen in einem 12-Jahres-Rhythmus. Zu den 12 Tierkreiszeichen gehören Ratte, Büffel, Tiger, Hase, Drache, Schlange, Pferd, Ziege, Affe, Hahn, Hund und Schwein. Der Legende nach hatte Buddha eine Vielzahl an Tieren zu sich eingeladen, aber nur die 12 in der oben genannten Reihenfolge erschienen. Jedes Jahr wird von einem Tier und dessen Charaktereigenschaften repräsentiert. Sie sind mit den astrologischen Sternzeichen zu vergleichen.

Das Neujahrsfest ist der wichtigste Feiertag in China und mehr als 20 % der Menschen auf der Welt kommen an diesen Tagen zusammen und feiern gemeinsam. Es wird auch Frühlingsfest „chunjie“ genannt, da das Ende des Winters zelebriert und der Frühling willkommen geheißen wird. Der Frühling symbolisiert zudem Neuanfänge und Chancen. Nach 15 Tagen enden die Feierlichkeiten mit dem Laternenfest. Die Bedeutung des Frühlingsfestes wird allein daran sichtbar, welchen Einfluss es auf die Migration ausübt. Ende Januar setzen sich weltweit Millionen von Chinesen in Bewegung, um an diesen Feiertagen bei ihren Familien zu sein. Das gemeinsame Essen am Abend symbolisiert den wichtigsten Teil des gesamten Festes. Alle Generationen der Familien sitzen zusammen und essen gemeinsam. Danach werden rote Umschläge mit Geld untereinander ausgetauscht, die hongbao heißen. Die roten Umschläge mit Geld symbolisieren Glück und Wohlstand. Außerdem sind rote Dekorationen und auffällige Feuerwerke feste Bestandteile.

Die Legende besagt, dass ein Monster namens Nian sich das ganze Jahr über versteckt hielt und nur zum Ende eines Mondjahres hervor kam, um Menschen und besonders Kinder zu jagen. Als man dann eines Jahres laute Feuerwerkskörper abfeuerte um es zu verschrecken und die Häuser rot dekorierte, kam es seitdem nie wieder. Über die Jahrhunderte wurden die Bräuche aufrechterhalten und chinesische Familien schmücken ihre Häuser und besonders die Türen mit roten Dekorationen und Laternen, da es zudem ein glückliches und erfolgreiches neues Jahr herbeibringen soll.

Gerade zum Neujahrsfest sind einige Chinesen besonders abergläubisch und versuchen gewisse Aktivitäten und Handlungen zu vermeiden, um das neue Jahr so positiv wie möglich zu beginnen. So müssen die Dekorationen rot sein, da rot für Glück und Freude in der chinesischen Kultur steht. Ein Brauch ist es, die Häuser vollständig zu putzen, um alles Schlechte und Unglück aus dem Haus und dem alten Jahr zu bekommen, bevor das neue Jahr beginnt.Gewisse Aktivitäten sollten vermieden werden, da sie Unglück für das neue Jahr prophezeien. So soll zum Beispiel ein Friseurbesuch vor dem Frühlingsfest Unglück bringen, da das Wort für Haare sehr dem Wort für Glück, Erfolg und Wohlstand ähnelt und man sich so das Glück für das neue Jahr abschneiden würde. Außerdem sollte man am Neujahr nicht den Boden fegen, da man sonst das neue Glück, das durch das neue Jahr in das Haus gekommen ist, sofort wieder herausgetragen wird.

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